Exzenterschneckenpumpen für Pharma, Galenik und Kosmetik

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Exzenterschneckenpumpen für Pharma, Galenik und Kosmetik Professionelle Exzenterschneckenpumpen , auch als progressive cavity pumps, Einspindelpumpen oder Pumpen mit exzentrischem Schraubenrotor bezeichnet, sind für den kontrollierten Transfer flüssiger, viskoser und halbviskoser Produkte in pharmazeutischen, galenischen, kosmetischen,...

Exzenterschneckenpumpen für Pharma, Galenik und Kosmetik

Professionelle Exzenterschneckenpumpen, auch als progressive cavity pumps, Einspindelpumpen oder Pumpen mit exzentrischem Schraubenrotor bezeichnet, sind für den kontrollierten Transfer flüssiger, viskoser und halbviskoser Produkte in pharmazeutischen, galenischen, kosmetischen, biotechnologischen, nutrazeutischen, lebensmittelverarbeitenden und industriellen Anwendungen ausgelegt. Ihr Funktionsprinzip ermöglicht einen gleichmäßigen und gut regelbaren Förderstrom, der in direktem Zusammenhang mit der Rotordrehzahl steht.

Im Inneren des Stators dreht sich ein schraubenförmiger Rotor, der eine Folge von progressiv wandernden Hohlräumen erzeugt. Das Produkt wird in diesen Hohlräumen von der Saugseite zur Druckseite transportiert. Das Volumen dieser Kammern und die Drehzahl bestimmen gemeinsam die Förderleistung. Durch einen Frequenzumrichter oder einen Motor mit integriertem Frequenzumrichter lässt sich die Drehzahl stufenlos anpassen und damit der Produktstrom an die tatsächlichen Prozessanforderungen angleichen.

Exzenterschneckenpumpen lassen sich in Anlagen für die pharmazeutische und kosmetische Produktion sowie Forschung & Entwicklung integrieren und mit Behältern, Mischern, Dosierern und Abfüllsystemen zu vollständigen Prozesslösungen verbinden.

Wie funktioniert eine Exzenterschneckenpumpe?

Das Funktionsprinzip basiert auf dem Zusammenspiel eines helikalen Rotors mit einem speziell geformten Stator. Während sich der Rotor exzentrisch dreht, entstehen geschlossene Hohlräume, die sich kontinuierlich entlang der Pumpenachse von der Saugseite zur Druckseite bewegen.

Das Medium wird dadurch nicht wie bei einer klassischen Kreiselpumpe primär beschleunigt, sondern in definierten Volumenkammern weitertransportiert. Dieses Prinzip ermöglicht einen vergleichsweise gleichmäßigen Volumenstrom und ist besonders interessant für Produkte mit höherer Viskosität oder empfindlicher Struktur.

Innerhalb des zulässigen Betriebsbereichs ist die Fördermenge eng mit der Rotordrehzahl verknüpft. Eine höhere Drehzahl erhöht die Förderleistung, eine niedrigere Drehzahl reduziert den Volumenstrom.

Fördermenge proportional zur Rotordrehzahl

Eine zentrale Eigenschaft der Exzenterschneckenpumpe ist die weitgehend proportionale Beziehung zwischen Drehzahl und Förderstrom. Unter vergleichbaren Betriebsbedingungen steigt die Fördermenge mit zunehmender Rotordrehzahl und sinkt entsprechend bei reduzierter Geschwindigkeit.

Dadurch kann eine einzige Pumpe innerhalb ihres zulässigen Betriebsbereichs für unterschiedliche Produktionsleistungen eingesetzt werden. Dies ist besonders praktisch in Laboren, Pilotanlagen und flexiblen Produktionslinien mit wechselnden Chargengrößen.

Die geeignete Drehzahl muss immer unter Berücksichtigung von Viskosität, Temperatur, rheologischem Verhalten, Druck, Rohrleitungsdimensionen und geplanter Betriebsdauer festgelegt werden.

Förderstromregelung mit Frequenzumrichter

Mit einem Frequenzumrichter oder einem Motor mit integriertem Frequenzumrichter kann die Drehzahl der Pumpe stufenlos verändert werden. Auf diese Weise lässt sich die Förderleistung an verschiedene Produktionsphasen und Produkte anpassen.

Bei einem schnellen Transfer kann eine höhere Drehzahl verwendet werden, während bei Dosier-, Abfüll- oder Beschickungsprozessen häufig ein geringerer und besser kontrollierter Produktstrom sinnvoll ist.

Die elektronische Drehzahlregelung erleichtert zudem sanfte Anfahrvorgänge und die Integration in halbautomatische oder vollständig automatisierte Prozesslinien.

Exzenterschneckenpumpen für pharmazeutische Labore

In pharmazeutischen Laboren können Exzenterschneckenpumpen für Lösungen, flüssige Basen, halbviskose Zubereitungen und andere kompatible Formulierungen eingesetzt werden, wenn ein kontinuierlicher und kontrollierbarer Transfer benötigt wird.

Bei der Auswahl müssen sämtliche produktberührten Materialien berücksichtigt werden, darunter Rotor, Stator, Dichtungen, Anschlüsse und weitere interne Komponenten. Ebenso wichtig sind die vorgesehenen Reinigungs- und gegebenenfalls Sanitisierungsverfahren.

Für bestimmte pharmazeutische Anwendungen können darüber hinaus Konstruktionsdetails, Oberflächenqualität, Dokumentation und interne Qualifizierungsanforderungen relevant sein.

Exzenterschneckenpumpen für galenische Zubereitungen

In galenischen Laboren können diese Pumpen für Cremes, Gele, Grundlagen, Suspensionen, Lösungen und halbflüssige Zubereitungen eingesetzt werden. Sie sind besonders interessant für kleine und mittlere Chargen, bei denen die Transfergeschwindigkeit gut kontrolliert werden soll.

Die Möglichkeit, die Drehzahl über einen Frequenzumrichter zu reduzieren, ist hilfreich, wenn das Produkt langsam aus einem Ansatzbehälter in einen Dosierer, eine Abfüllmaschine oder einen anderen Prozessschritt übertragen werden soll.

Die Pumpe kann mit Mischbehältern, Rohrleitungen, Dosiersystemen und weiteren Komponenten eines galenischen Produktionsbereichs kombiniert werden.

Exzenterschneckenpumpen für die Kosmetikproduktion

In der Kosmetikindustrie eignen sich Exzenterschneckenpumpen für Cremes, Gele, Shampoos, Conditioner, Lotionen, Emulsionen, Waschmittel, kosmetische Grundlagen und andere Produkte mit unterschiedlichen Viskositäten.

Gerade viskosere Formulierungen benötigen häufig eine gleichmäßige und gut kontrollierte Förderung. Die progressive Hohlraumgeometrie kann einen stabilen Produktstrom auch bei höherer Viskosität ermöglichen, sofern die Pumpe richtig dimensioniert wird.

Typische Einsatzbereiche sind der Transfer vom Mischbehälter zum Lagertank, vom Tank zur Abfüllmaschine oder zwischen verschiedenen Produktionsstufen.

Pumpen für Cremes, Gele und viskose Produkte

Zu den wichtigsten Einsatzgebieten gehören Produkte mit mittlerer bis hoher Viskosität. Cremes, Gele, fließfähige Pasten und andere dichte Formulierungen lassen sich mit Pumpentechnologien, die primär für sehr dünnflüssige Medien ausgelegt sind, oft nur eingeschränkt fördern.

Die Exzenterschneckenpumpe transportiert das Produkt in definierten Hohlräumen entlang des Stators. Dadurch kann für viele viskose Produkte ein regelmäßiger und kontrollierbarer Förderstrom erreicht werden.

Die tatsächliche Leistung hängt jedoch von Viskosität, Temperatur, Druck, Leitungsquerschnitt und Produktcharakteristik ab. Bei sehr dichten Medien müssen insbesondere Saugbereich, Drehzahl und Rohrleitungsführung sorgfältig ausgelegt werden.

Pumpen für Emulsionen und empfindliche Formulierungen

Viele pharmazeutische und kosmetische Formulierungen können empfindlich auf übermäßige mechanische Belastung reagieren. Exzenterschneckenpumpen sind daher interessant, wenn ein kontinuierlicher und gleichmäßiger Produkttransfer erforderlich ist.

Die Drehzahl ist dabei ein wichtiger Parameter. Eine auf das Produkt abgestimmte Geschwindigkeit kann helfen, unnötige Belastungen zu vermeiden und den Transfer an das rheologische Verhalten der Formulierung anzupassen.

Bei besonders empfindlichen Emulsionen sollte das reale Produktverhalten immer im Rahmen der technischen Auslegung bewertet werden.

Transfer aus Mischern und Prozessbehältern

Exzenterschneckenpumpen können unterhalb oder nachgeschaltet von Tanks, Reaktoren, Ansatzbehältern und Mischsystemen eingesetzt werden, um das fertige oder halbfertige Produkt zur nächsten Produktionsstufe zu transportieren.

In Forschung und Entwicklung können sie mit Systemen für die professionelle Laborprobenvorbereitung kombiniert werden, um Formulierungen zu testen und spätere Scale-up-Prozesse vorzubereiten.

Beim Übergang von Labor- zu Produktionsmaßstab müssen Viskosität, benötigte Fördermenge, Rohrdurchmesser, Transferstrecke und Prozesszeit neu bewertet werden.

Integration in industrielle Pumpsysteme

Exzenterschneckenpumpen gehören zu einer größeren Gruppe professioneller Lösungen für Flüssigkeitsförderung und sollten im Vergleich mit anderen Industriepumpen für Transfer und Dosierung ausgewählt werden.

Für sehr dünnflüssige Produkte können andere Pumpentypen effizienter sein, während die progressive Hohlraumtechnologie bei höheren Viskositäten und bei kontrollierbarem Volumenstrom deutliche Vorteile bieten kann.

Die Auswahl sollte daher immer auf realen Prozessdaten basieren und nicht nur auf Motorleistung oder Anschlussgröße.

Beschickung von Dosierern und Abfüllmaschinen

Eine Exzenterschneckenpumpe kann zur Produktversorgung von Dosier- und Abfüllanlagen eingesetzt werden, sofern Fördermenge und Druck auf die nachgeschaltete Maschine abgestimmt sind.

Die Kombination mit professionellen volumetrischen Dosierern aus Edelstahl ermöglicht vollständige Linien, bei denen das Produkt vom Misch- oder Lagertank kontrolliert bis zum Dosiersystem transportiert wird.

Pumpe und Dosierer müssen gemeinsam ausgelegt werden, damit weder Unterversorgung noch unnötig hohe Drücke oder unerwünschte Schwankungen entstehen.

Dimensionierung einer Exzenterschneckenpumpe

Die Pumpengröße hängt von gewünschter Fördermenge, Viskosität, Druck, Temperatur, Dichte, Produkteigenschaften und den Bedingungen auf der Saugseite ab.

Größere Pumpen können eine bestimmte Fördermenge meist bei niedrigerer Drehzahl erreichen, während kleinere Modelle dafür unter Umständen schneller laufen müssen. Diese Beziehung muss immer im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Produkt bewertet werden.

Die kleinste Pumpe, die rechnerisch die benötigte Fördermenge erreicht, ist deshalb nicht automatisch die beste Lösung.

Bedeutung der Viskosität bei der Pumpenauswahl

Die Viskosität ist einer der wichtigsten Parameter bei der Auswahl einer Exzenterschneckenpumpe. Mit zunehmender Viskosität steigt der Widerstand in Rohrleitungen, Bögen, Filtern, Ventilen und anderen Komponenten.

Die Viskosität sollte bei der tatsächlichen Prozesstemperatur angegeben werden. Eine Creme kann während der warmen Herstellung relativ fließfähig sein und nach dem Abkühlen deutlich dichter werden.

Die Dimensionierung sollte daher mit realistischen Prozesswerten erfolgen und nicht nur auf einer allgemeinen Produktbeschreibung beruhen.

Druck und Druckverluste in der Leitung

Die Pumpe muss den gesamten Widerstand des Systems überwinden können, ohne außerhalb ihres zulässigen Betriebsbereichs zu arbeiten. Lange Leitungen, kleine Durchmesser, viele Bögen, Filter und Ventile können den erforderlichen Förderdruck deutlich erhöhen.

Bei viskosen Produkten kann bereits eine geringe Veränderung des Rohrdurchmessers einen großen Einfluss auf die Druckverluste haben.

Deshalb muss der gesamte Produktweg betrachtet werden und nicht nur die Entfernung zwischen Ausgangs- und Zielbehälter.

Ansaugung hochviskoser Produkte

Bei sehr viskosen Medien ist die Saugseite besonders wichtig. Das Produkt muss die Pumpe zuverlässig erreichen und die Hohlräume vollständig füllen können.

Tankposition, Ansaughöhe, Durchmesser der Saugleitung und Produkttemperatur können die Pumpenleistung stark beeinflussen.

Bei sehr dichten Formulierungen kann es sinnvoll sein, die Pumpe nahe am Behälterauslauf, unterhalb des Behälters oder mit einer speziellen Zuführlösung zu installieren.

Statorauswahl und Produktverträglichkeit

Der Stator ist eine der zentralen Komponenten der Exzenterschneckenpumpe und muss anhand von Produktchemie, Temperatur und Prozessbedingungen ausgewählt werden.

Ein Statormaterial kann mit dem Produktionsprodukt sehr gut funktionieren und dennoch durch ein Reinigungsmittel angegriffen werden. Die Verträglichkeit sollte deshalb immer den gesamten Produktions- und Reinigungszyklus berücksichtigen.

Gerade in pharmazeutischen, kosmetischen und chemischen Prozessen sind genaue Angaben zu Rohstoffen und Reinigungschemikalien besonders wichtig.

Werkstoffe der produktberührten Komponenten

Neben dem Stator müssen auch Pumpengehäuse, Rotor, Dichtungen, Gleitringdichtung, Anschlüsse und alle weiteren produktberührten Bauteile geprüft werden.

Die Materialauswahl sollte anhand der chemischen Eigenschaften der Formulierung und der Anforderungen des jeweiligen Produktionsbereichs erfolgen.

Eine passende Werkstoffkombination unterstützt eine längere Lebensdauer und reduziert das Risiko vorzeitiger Materialschäden.

Drehzahlregelung mit Frequenzumrichter

Ein Frequenzumrichter ermöglicht die Änderung der Motordrehzahl ohne mechanischen Umbau. Dadurch kann dieselbe Pumpe für unterschiedliche Produkte, Fördermengen und Produktionsphasen eingesetzt werden.

Eine niedrigere Drehzahl eignet sich für langsamere Transfers und kann bei empfindlicheren Formulierungen sinnvoll sein, während eine höhere Drehzahl innerhalb des zulässigen Bereichs die Fördermenge erhöht.

Die variable Drehzahlregelung erleichtert außerdem den sanften Anlauf und die Integration in automatische Steuerungen.

Anwendungen in Forschung und Entwicklung

In R&D-Laboren können Exzenterschneckenpumpen genutzt werden, um das Transferverhalten viskoser Produkte zu untersuchen und spätere industrielle Prozesse im kleineren Maßstab nachzubilden.

Die regelbare Drehzahl ermöglicht Tests mit unterschiedlichen Förderströmen und liefert wertvolle Daten für spätere Scale-up-Projekte.

Weitere Lösungen für Labor und Produktion finden Sie in den PDF-Katalogen für Laborgeräte.

Vorteile professioneller Exzenterschneckenpumpen

  • Progressives Hohlraumprinzip.
  • Gleichmäßiger und kontrollierbarer Volumenstrom.
  • Fördermenge abhängig von der Rotordrehzahl.
  • Stufenlose Regelung über Frequenzumrichter.
  • Geeignet für viele viskose und halbviskose Produkte.
  • Anwendungen in Pharma, Galenik und Kosmetik.
  • Integration mit Tanks, Mischern und Dosieranlagen.
  • Verschiedene produktberührte Werkstoffe verfügbar.
  • Anpassbar an unterschiedliche Förderleistungen.
  • Geeignet für Labor, Pilotanlage und Produktion.

Wie wählt man die richtige Exzenterschneckenpumpe?

Die Auswahl beginnt mit dem Produkt und den tatsächlichen Betriebsbedingungen. Wichtige Daten sind Viskosität, Dichte, minimale und maximale Temperatur, chemische Zusammensetzung, mögliche Partikel sowie die Empfindlichkeit der Formulierung gegenüber mechanischer Belastung.

Anschließend müssen Fördermenge, erforderlicher Druck, Ansaugbedingungen, Rohrdurchmesser, Leitungslänge und Betriebsweise festgelegt werden.

Zusätzlich sollte angegeben werden, ob eine Drehzahlregelung benötigt wird, ob der Betrieb kontinuierlich oder intermittierend erfolgt und welche nachgeschalteten Maschinen versorgt werden sollen.

Reinigung und Wartung

Die Pumpe sollte in die Reinigungsverfahren der gesamten Produktionslinie einbezogen werden. Viskose Produkte können Rückstände im Stator, in Anschlüssen und in den internen Produktwegen hinterlassen.

Rotor, Stator, Dichtungen und weitere Verschleißteile sollten regelmäßig kontrolliert werden. Die Wartungsintervalle hängen von Produkt, Drehzahl, Druck, Betriebsstunden und Reinigungsverfahren ab.

Eine korrekte Auslegung und ein Betrieb innerhalb der vorgesehenen Grenzen unterstützen eine gleichmäßige Leistung über lange Zeiträume.

Warum Ariacqua wählen?

Ariacqua bietet Exzenterschneckenpumpen und Transfersysteme für pharmazeutische, galenische, kosmetische, biotechnologische, nutrazeutische, lebensmittelverarbeitende und industrielle Anwendungen. Jede Konfiguration wird anhand von Produkt, Viskosität, Fördermenge, Druck und benötigter Prozessregelung bewertet.

Durch die Integration von Pumpen, Mischen, Vorbereitung, Dosierung und Abfüllung lassen sich koordinierte Prozesslösungen entwickeln, die Formulierungen vom Ansatz bis zur nächsten Produktionsstufe zuverlässig transportieren.

Häufig gestellte Fragen zu Exzenterschneckenpumpen

Was ist der Unterschied zwischen Exzenterschneckenpumpe, Einspindelpumpe und Progressive-Cavity-Pumpe?

Diese Begriffe bezeichnen im Wesentlichen dieselbe Pumpentechnologie. Eine Exzenterschneckenpumpe arbeitet mit einem helikalen Rotor, der exzentrisch in einem speziell geformten Stator rotiert. Dabei entstehen Hohlräume, die sich von der Saugseite zur Druckseite bewegen und das Produkt transportieren. Der Begriff „Progressive Cavity Pump“ beschreibt die fortschreitende Bewegung dieser Hohlräume, während „Exzenterschneckenpumpe“ oder „Einspindelpumpe“ stärker auf die Rotorbauform verweist. Für die technische Auswahl ist die Bezeichnung weniger wichtig als die konkreten Prozessdaten. Viskosität, Fördermenge, Druck, Temperatur, Statormaterial und Drehzahl bestimmen das reale Betriebsverhalten. Zwei Pumpen derselben technologischen Familie können daher je nach Größe und Ausführung sehr unterschiedliche Einsatzbereiche besitzen.

Warum eignen sich Exzenterschneckenpumpen für Cremes, Gele und viskose Produkte?

Das progressive Hohlraumprinzip transportiert das Produkt in definierten Kammern durch den Stator. Dadurch eignet sich die Technologie besonders für Medien, die nicht leicht fließen und mit Pumpen für sehr dünnflüssige Produkte schwieriger zu fördern sind. Cremes, Gele, Emulsionen, kosmetische Grundlagen und halbviskose Zubereitungen können bei korrekter Auslegung mit einem gleichmäßigen Förderstrom übertragen werden. Neben der Viskosität beeinflussen auch Temperatur, Druck, Rohrdurchmesser, Saugbedingungen und chemische Eigenschaften die Leistung. Ein sehr viskoses Produkt kann eine niedrigere Drehzahl, einen größeren Saugquerschnitt oder eine günstigere Pumpenposition erfordern. Deshalb sollte die Auswahl immer anhand der tatsächlichen Prozessbedingungen erfolgen.

Lässt sich die Fördermenge einer Exzenterschneckenpumpe regeln?

Ja. Innerhalb des vorgesehenen Betriebsbereichs hängt die Fördermenge eng mit der Rotordrehzahl zusammen. Wird die Drehzahl reduziert, sinkt auch der Förderstrom; wird sie erhöht, steigt die Fördermenge. Ein Frequenzumrichter bietet daher eine sehr flexible Möglichkeit, die Pumpe an unterschiedliche Produkte und Produktionsphasen anzupassen. Dies ist besonders in pharmazeutischen, galenischen und kosmetischen Anwendungen interessant, in denen unterschiedliche Chargen oder Prozessschritte verschiedene Förderleistungen erfordern. Die Drehzahl darf jedoch nicht unabhängig vom Produkt betrachtet werden. Bei sehr hoher Viskosität kann eine zu hohe Geschwindigkeit die Saugbedingungen verschlechtern, während eine zu geringe Geschwindigkeit möglicherweise nicht die erforderliche Produktivität liefert.

Kann eine Exzenterschneckenpumpe einen volumetrischen Dosierer oder eine Abfüllmaschine versorgen?

Ja. Eine Exzenterschneckenpumpe kann als Zuführpumpe für volumetrische Dosierer, Abfüllmaschinen und andere nachgeschaltete Prozessgeräte eingesetzt werden. Sie transportiert die Formulierung vom Misch- oder Lagertank zur Dosier- oder Füllmaschine und kann dabei einen gut kontrollierbaren Produktstrom bereitstellen. Durch Drehzahlregelung lässt sich die Förderung an den Produktionsrhythmus anpassen. Wichtig ist jedoch, das gesamte System gemeinsam auszulegen. Eine zu geringe Versorgung kann zu Produktmangel am Dosierer führen, während unnötig hoher Druck Ventile, Dichtungen oder andere Komponenten beeinflussen kann. Viskosität, Transferstrecke, Rohrdurchmesser, Höhenunterschied, erforderlicher Druck und das Verhalten der nachgeschalteten Maschine müssen deshalb gemeinsam berücksichtigt werden.

Welche Werkstoffe sind für Pharma, Galenik und Kosmetik geeignet?

Die geeigneten Werkstoffe hängen von der tatsächlich verarbeiteten Formulierung und den Reinigungsverfahren ab. Zu prüfen sind Pumpengehäuse, Rotor, Stator, Dichtungen, Anschlüsse und alle weiteren produktberührten Komponenten. In pharmazeutischen und galenischen Prozessen können Reinigbarkeit, Oberflächenqualität und interne Qualifizierungsanforderungen zusätzlich relevant sein. In der Kosmetik können Öle, Tenside, Lösungsmittel, Duftstoffe und andere Bestandteile unterschiedliche Auswirkungen auf Elastomere und Dichtungsmaterialien haben. Auch Reinigungs- und Desinfektionsmittel müssen in die Verträglichkeitsprüfung einbezogen werden. Technische Datenblätter oder Sicherheitsdatenblätter des Produkts sowie Angaben zur Betriebstemperatur und zu den Reinigungsmedien sind daher für die Auswahl sehr hilfreich.

Wie beeinflusst die Viskosität die Auswahl einer Exzenterschneckenpumpe?

Die Viskosität beeinflusst sowohl die Ansaugung als auch die Druckverluste in der gesamten Transferleitung. Ein hochviskoses Produkt setzt der Bewegung mehr Widerstand entgegen und kann größere Rohrdurchmesser, günstigere Saugbedingungen und eine reduzierte Rotordrehzahl erfordern. Die Viskosität muss immer bei der tatsächlichen Betriebstemperatur bewertet werden. Eine Creme kann direkt nach der warmen Herstellung relativ flüssig sein und nach dem Abkühlen deutlich zäher werden. Wird die Pumpe mit einem unrealistischen Viskositätswert ausgelegt, kann die tatsächliche Förderleistung stark von der erwarteten abweichen. Auch Rohrlänge, Bögen, Ventile und Filter müssen deshalb in die Berechnung einbezogen werden.

Ist eine größere Exzenterschneckenpumpe für viskose Produkte immer besser?

Nein. Eine größere Pumpe ist nicht automatisch die beste Lösung. Sie kann eine bestimmte Fördermenge bei niedrigerer Drehzahl erreichen, ist aber möglicherweise teurer, größer und für die Anwendung unnötig dimensioniert. Eine zu kleine Pumpe wiederum muss eventuell mit sehr hoher Drehzahl betrieben werden, um die gewünschte Leistung zu erreichen, was bei viskosen Formulierungen nicht immer ideal ist. Die optimale Größe ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Fördermenge, Viskosität, Druck, Drehzahl und Betriebsstunden. Auch der gewünschte Regelbereich über den Frequenzumrichter sollte in die Auswahl einbezogen werden. Ziel ist eine Pumpe, die im realen Arbeitsbereich effizient und kontrollierbar betrieben werden kann.

Welche Angaben werden für die Auswahl der richtigen Exzenterschneckenpumpe benötigt?

Für eine zuverlässige technische Auswahl werden möglichst genaue Informationen zum Produkt und zur gesamten Transferstrecke benötigt. Dazu gehören Produktart und Zusammensetzung, Viskosität bei Betriebstemperatur, Dichte soweit relevant, minimale und maximale Temperatur, mögliche Partikel, gewünschte Fördermenge und erforderlicher Druck. Zusätzlich sollten Ansaughöhe, Saugbedingungen, Rohrdurchmesser, Leitungslänge, Bögen, Armaturen und andere installierte Geräte angegeben werden. Wichtig sind auch Betriebsdauer, kontinuierlicher oder intermittierender Betrieb, gewünschte Drehzahlregelung und die nachgeschaltete Maschine. In pharmazeutischen, galenischen und kosmetischen Anwendungen sollten zudem Reinigungsverfahren und eingesetzte Reinigungschemikalien beschrieben werden. Auf dieser Grundlage lassen sich Pumpengröße, Drehzahl, Werkstoffe und Ausführung deutlich präziser bestimmen.

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